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PS 15113:
Soziale Konflikte: Entstehung, Wandel und Politisierung
Soziale Konflikte bilden das Grundgerüst
einer jeden gesellschaftlichen Struktur. Ziel jeder staatlichen
Herrschaft ist hierbei, konfliktregulierende und damit stabilisierende
Instrumente und Formen der Organisation zu finden. Neben der Notwendigkeit,
soziale Konflikte zugunsten eines stabilen Gemeinwesens integrierend
zu regulieren, sorgen soziale Widersprüche als bewegende Kräfte
gleichzeitig für das Vorankommen einer Gesellschaft. Weder
sozialer, technischer, noch wirtschaftlicher Fortschritt sind ohne
sich widerstreitende Interessen letztlich denkbar. Das Seminar will
soziale Konflikte sowohl aus der Perspektive der Soziologie, als
auch aus dem Blickwinkel der Politikwissenschaft beleuchten. Gemeinsam
sollen folgende Fragen bearbeitet werden: Welche sozialen Konflikte
strukturieren unsere Gesellschaft? Wie sind sie entstanden und wie
haben sie sich im Laufe der Zeit entwickelt? Sind neue Konflikte
hinzugekommen? Wie drücken sich soziale Konflikte im politischen
System der Bundesrepublik aus? Welche Strukturen helfen, sie in
das System zu integrieren, in welchen Strukturen werden sie institutionalisiert?
Beginnen wird das Seminar mit einem Theorie-Block, der einen Überblick
über die unterschiedlichen soziologischen Sichtweisen auf soziale
Konflikte geben soll. Ausgehend davon werden dann die bestehenden
Konflikte im bundesdeutschen politischen und gesellschaftlichen
System behandelt. Am Ende steht die Suche nach neuen Konfliktfeldern,
die evt. innerhalb des politischen Systems noch keinen Niederschlag
gefunden haben oder deren Akteure auf gesellschaftlicher Ebene bislang
nur schwer auszumachen sind.
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