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PS 15123:
Die programmatische Entwicklung der bundesdeutschen Parteien
In der Parteienforschung herrscht Uneinigkeit
darüber, welche Bedeutung Parteiprogrammen in modernen Massendemokratien
zukommt. Werden die unterschiedlichen Programme vor Wahlen überhaupt
wahrgenommen und beeinflussen sie tatsächlich das individuelle
Wahlverhalten? Werden sie von den Parteien aufgrund eigener politischer
Traditionen und Prinzipien formuliert, oder spielen wahltaktische
Überlegungen eine größere Rolle? Erinnern sich Parteien
nach erfolgreichen Wahlkämpfen an ihre jeweiligen Programme
und versuchen, diese dann als Träger von Regierungsverantwortung
in konkrete Politik umzusetzen?
Diese Fragen können ausgehend von unterschiedlichen Demokratiekonzeptionen
normativ beantwortet oder empirisch mit Hilfe von qualitativen oder
quantitativen Inhaltsanalysen untersucht werden. Zu Beginn des Proseminars
stehen die jeweiligen Ergebnisse der bisherigen parteiensoziologischen
Beschäftigung mit Parteiprogrammen sowie deren unterschiedliche
Ansätze im Fokus. Im zweiten Teil werden wir vor diesem Hintergrund
die konkreten programmatischen Entwicklungen der wichtigsten bundesdeutschen
Parteien erarbeiten. Dabei wird vor allem im Vordergrund stehen,
auf welche ideengeschichtlichen Denkschulen die parteilichen Programmentwürfe
zurückgehen, und inwieweit die Parteien diesen im Zeitverlauf
treu geblieben sind bzw. welche Faktoren programmatische Veränderungen
bewirkten.
Ergebnisse
der Lehrevaluation (PDF)
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