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PS 15124:
Soziale Bewegungen in der Bundesrepublik Deutschland
Soziale Bewegungen gehören seit Anfang
an zum Spektrum politischer Partizipation in der Bundesrepublik
Deutschland. Während mit dem Begriff vor allem die links-libertären
Protestgruppen und Neuen Sozialen Bewegungen in Folge der 68er-Studenten-Revolte
verbunden werden, gab es bereits davor Bewegungen unterschiedlichster
Interessen, die den Rahmen der institutionellen politischen Artikulation
erweiterten und weder in Parteien noch Verbänden organisiert
waren.
Nachdem es um die "Klassiker" der 80er Jahre still geworden
ist (Anti-AKW-Bewegung, Friedens- und Umweltbewegungen), treten
in jüngerer Zeit verstärkt Bewegungen in die Öffentlichkeit,
die sich ideologisch völlig offen in netzwerkartigen, globalen
Strukturen organisieren. Gleichzeitig musste Deutschland in den
90er Jahre auch realisieren, dass soziale Bewegungen nicht zwingend
einem libertären Geist zu folgen haben.
Das Seminar wird diese Vielschichtigkeit
sozialer Bewegungen und deren Entwicklung im Zeitverlauf in den
Fokus nehmen. Zunächst soll die Stellung sozialer Bewegungen
im politischen System der Bundesrepublik klar abgegrenzt werden,
bevor genauer auf deren Strukturen, Funktionen und Handlungsfelder
von Beginn der Bundesrepublik bis heute eingegangen wird. Die Betrachtung
der einzelnen Bewegungen soll dann immer unter der Fragestellung
erfolgen, inwiefern sich der jeweilige gesellschaftliche Kontext
innerhalb der unterschiedlichen Gruppen niederschlug und deren Inhalte,
Formen und Vorgehensweisen prägten.
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