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  Sommersemester 2003

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  Aktualisierung: 06.10.2008
  
 

PS 15094:
Wahlverhaltenstheorien und ihr Nutzen für die aktuelle Wahlforschung

In den letzten zehn bis zwanzig Jahren ist in der Bundesrepublik Deutschland, wie in allen anderen westlichen Demokratien, ein tiefgreifender Wandel im Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger zu beobachten. Er drückt sich im Rückgang der Wahlbeteiligung, in einer Zunahme von Wechselwählern und des Stimmensplittings sowie einer Abnahme der Bindekraft von Wählerstimmen durch die Volksparteien aus. Die neuere deutsche Wahlforschung spricht zusammenfassend von einer "Integrationsschwäche des politischen Systems" und meint damit das Aufweichen der seit Jahrzehnten herrschenden Stabilität des Elektorats, aber auch des Parteiensystems der Bundesrepublik Deutschland. Ausgehend von diesem Wandel und dessen Folgen für das Parteiensystem wird das Proseminar die Entwicklungslinie des bundesdeutschen Wahlverhaltens verfolgen. Um sie verstehen und einordnen zu können, wird zunächst die Betrachtung der bislang von der Forschung erarbeiteten Wahlverhaltenstheorien notwendig sein. Am Ende des Seminars müssen jedoch die Fragen diskutiert werden: Sind diese Theorien auf die aktuellen gesellschaftlichen Realitäten noch übertragbar? Und welche neuen Erkenntnisse über das Wahlverhalten lassen sich aus dem Ausgang der zuletzt vergangenen Wahlen erzielen?